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Markus Knall, Chefredakteur der digitalen Zentralredaktion

Menschen hinter IPPEN.MEDIA

Im Interview: Markus Knall, Chefredakteur der digitalen Zentralredaktion

Die digitale Zentralredaktion von IPPEN.MEDIA versorgt mehr als 50 Portale mit News. Chefredakteur Markus Knall (42) hat das Netzwerk mit aufgebaut – hier erzählt er, was hinter dem Erfolgskonzept steckt.

Große Reichweite und hohe Qualität – wie verbindet IPPEN.MEDIA beides?

Die alte „Reichweite versus Qualität“-Diskussion halte ich für falsch. Natürlich braucht es eine gewisse Reichweite, um überhaupt am Markt zu existieren. Danach sind aber Qualitätsparameter der entscheidende Faktor, um die Reichweite weiter auszubauen. Wir wollen immer mehr Menschen erreichen, weil wir ein gutes Angebot liefern – und nicht, obwohl wir ein gutes Angebot liefern.

Was macht die IPPEN.MEDIA Zentralredaktion dabei anders als andere Medienhäuser?

Unser Erfolgsfaktor ist, dass wir uns als Netzwerk verstehen.

Wir decken mit unseren Portalen alle Publishing-Modelle ab, die es im deutschen Journalismus gibt. Lokale Portale und überregionale, Verticals, breit aufgestellte Portale oder Special Interest. Durch diese Vielfalt sind wir resilient, wenn Herausforderungen auftauchen. 

Markus Knall, Chefredakteur der digitalen Zentralredaktion

Und genauso erkennen wir neue Trends und Technologien besonders schnell, eben weil wir breit aufgestellt sind und unsere Fühler nach allen Seiten ausstrecken.

Du bist Ippen schon seit über 20 Jahren treu – das ist recht ungewöhnlich in der Branche …

Stimmt, ich bin ein Kind der Ippen Mediengruppe und habe alle Stationen durchlaufen. Vom freien Mitarbeiter über ein Volontariat bis hin zum Chefredakteur. Ein Meilenstein auf meinem Weg war, als 2009 die Zentralredaktion entstand. Auf einmal gab es eine Brücke zwischen analoger und digitaler Welt und ich saß an der Schnittstelle. Seitdem treibt mich die Frage um, wie ich analoge und digitale Herausforderungen angehen kann.

Welche Antwort hast Du darauf gefunden?

Dass digitales Publishing keine Verlängerung von analogem Journalismus ist. Wir können die alten Muster nicht einfach ins Internet übertragen. Sie würden dort nicht funktionieren. Stattdessen bauen wir auf dem Fundament der analogen Welt auf – kreieren dabei aber etwas komplett Neues. Konkret heißt das: Wir brauchen Journalisten, die hochspezialisiert sind und nicht „nur“ schreiben können. Die beispielsweise auch verstehen, wie sie eine Geschichte im Video-Format erzählen.

Zum Schluss: Wie würdest Du die Vision von IPPEN.MEDIA zusammenfassen?

Wir finden, dass ein so großes Netzwerk wie IPPEN.MEDIA eine Verantwortung mit sich bringt. Deshalb stehen wir für Meinungsvielfalt. Unsere Vision ist es, den Menschen digitalen Journalismus nahezubringen. Und dabei verschiedene Ansichten und Perspektiven abzubilden. Das ist die journalistische Vision, für die ich morgens aufstehe.

In dieser Reihe gewähren die Leiter:innen der IPPEN.MEDIA Zentralredaktionen einen Einblick in ihre Arbeit. Erfahre auch von Hardy Heuer, Leiter Content Network, welche Bedeutung das Redaktionsnetzwerk mit aktuell sechs Zentralredaktionen an acht Standorten für IPPEN.MEDIA besitzt. Du hast Lust auf eine Ausbildung oder einen Job bei uns bekommen? Auf unserer Webseite findest du alle aktuellen Ausschreibungen!