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Stefan Stukenbrok

IPPEN.MEDIA gegen Hate Speech im Netz

IPPEN.MEDIA ist Teil der Initiative „Justiz und Medien – konsequent gegen Hass“

Das Internet bereichert uns mit Nachrichten, lustigen Videos und interessanten Beiträgen. Was leider auch zur Netzkultur gehört: Hasskommentare, Beleidigungen und Hetze. Als Teil der Initiative „Justiz und Medien – konsequent gegen Hass“ geht IPPEN.MEDIA gegen digitale Hate Speech vor und setzt ein Zeichen für Meinungsfreiheit und Toleranz.

Zur Hate Speech, oder Hassrede, gehören Beleidigungen, Verunglimpfungen, Hass, Hetze und Diskriminierung. Im Netz, vor allem auf den verschiedenen Social-Media-Kanälen, sind Drohungen oder Aufrufe zur Gewalt alltäglich.

Im Netz sind die User:innen oft anonym – dadurch sinkt die Hemmschwelle und sie äußern sich im öffentlichen Raum des Internets diskriminierend und beleidigend.

Die Konsequenz: Rund 73 Prozent der Internetnutzer:innen wurden bereits Zeuge von Hate Speech im Netz, in der Altersgruppe 14 bis 24 Jahre sind es sogar 94 Prozent - das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW.

Im Oktober 2019 startete daher die Initiative „Justiz und Medien – konsequent gegen Hass“ – unterstützt von IPPEN.MEDIA.

Volksverhetzungen, Angriffe auf die Menschenwürde, Aufstacheln zum Hass sowie Diffamierungen von Bevölkerungsteilen und Minderheiten sind Gift gegen die Freiheit der Meinung im Netz. Das lassen wir nicht zu. 

Stefan Stukenbrok, Leiter Community Management im IPPEN.MEDIA-Netzwerk.

Die Initiative stellt einen Ansprechpartner und ein virtuelles Werkzeug zur Verfügung

Zu IPPEN.MEDIA gehören zahlreiche Nachrichtenplattformen und Portale, wie zum Beispiel merkur.de, fr.de, ingame.de und 24auto.de. Das bedeutet auch: mehr als 700.000 Leserkommentare pro Monat.

Umso wichtiger ist daher die Initiative „Justiz und Medien – konsequent gegen Hass“. Sie stellt den Redaktionen ein digitales Werkzeug zur Verfügung, mit dem User:innen Kommentare mit beleidigenden oder hetzerischen Inhalten schnell und effizient zur Prüfung einreichen können.

Als direkter Ansprechpartner fungiert hier die Staatsanwaltschaft München I. Diese verspricht sich von dem Verfahren, Täter:innen rasch zu identifizieren und zu verfolgen.

Community Management bei IPPEN.MEDIA

In unserem Job ist es ähnlich wie bei einem/einer guten Schiedsrichter:in: Er/Sie ist kaum sichtbar, hält den Spielfluss aufrecht und unterbindet grobe Fouls. So halten wir das bei unserem Community Management auch.

Stefan Stukenbrok, Leiter Community Management IPPEN.MEDIA

Stefan Stukenbrok, Leiter des Community Managements bei IPPEN.MEDIA, begrüßt die Initiative. Er und sein Team sind in erster Linie verantwortlich für die Online-Community rund um IPPEN.MEDIA. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Außenwahrnehmung des Redaktionsnetzwerks.

Was da alles dazugehört und mit welchen Tricks sie arbeiten, um einen aktiven Austausch mit der Community zu gewährleisten, hat uns Stefan in einem ausführlichen Interview erzählt.

Er stellt auch klar: Die große Mehrheit der User:innen auf den verschiedenen Portalen von IPPEN.MEDIA erstellt lesenswerte und interessante Kommentare, die Diskussionskultur ist überwiegend positiv. Die Initiative „Justiz und Medien – konsequent gegen Hass“ ermöglicht es, diese aufrechtzuerhalten und zu schützen.

Meinungsfreiheit und Hate Speech: Es gibt eine klare Trennlinie

Beleidigende, hetzerische und diffamierende Kommentare zu löschen und von Fall zu Fall die Urheber:innen zu sperren, ist keine Zensur. Hate Speech fällt dabei nicht unter den Deckmantel der Meinungsfreiheit.

Diese beschreibt das Grundgesetz im Artikel 5 wie folgt: 

  • „(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
  • (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
  • (3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.“
  • Quelle: Grundgesetz Deutschland, die Grundrechte

Heißt: Meinungsfreiheit hört auf, wenn die Meinung anderen Gesetzen zuwider steht, den Schutz der Jugend oder den Schutz der persönlichen Ehre verletzt.

Im Einklang dieser Bestimmungen wird IPPEN.MEDIA die Initiative „Justiz und Medien – konsequent gegen Hass“ tatkräftig unterstützen und einen fairen und respektvollen Umgang im Internet stärken und vorantreiben.

Wer mehr über die Initiative „Justiz und Medien – konsequent gegen Hass“ und generell zum Thema Hate Speech erfahren will, dem empfehlen wir auch die folgenden Artikel, die auf merkur.de zum Thema erschienen sind:

In eigener Sache: Justiz und Medien - konsequent gegen Hass

Hassrede im Netz: Was ist Hate Speech? Definition, Formen, Betroffene

Tipps gegen Hassrede: Was kann jeder gegen Hate Speech im Netz tun?

Hate Speech: Wie kämpft IPPEN.MEDIA gegen Hass-Kommentare unter Artikeln?