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IPPEN.MEDIA stellt sich jetzt der Zukunft

IPPEN.MEDIA und der Digital Journalismus

IPPEN.MEDIA: „Wir stellen uns der Zukunft!“

In einem der größten Projekte der Ippen-Digital-Firmengeschichte sind bei IPPEN.MEDIA einige Traffic-Quellen gefallen. Knapp 100 Mio. Visits Traffic werden umstrukturiert,Veränderungen in den Newsroom-Strukturen vorgenommen und technologische Innovationen begleiten das Projekt. Ein großer Schritt mit weitreichenden Konsequenzen. „Wir stellen uns der Zukunft. Wir sehen gerade die größten Umwälzungen der letzten Jahre für digitalen Journalismus”, erklären Jan Ippen und Benjamin Marx, Geschäftsführer von IPPEN.MEDIA.

“Es ist immer Tag eins.” Dieses bekannte Zitat von Jeff Bezos ist für viele Digital-Unternehmen ein Credo.

Und es ist immer noch wahr: Gerade die Unternehmen, die verstehen, dass nichts so bleibt, wie es ist, und die sich ständig anpassen, haben die größte Chance, eine Vielzahl digitaler Disruptionen zu überleben. 

Im Moment sehen wir die größten Umwälzungen der letzten Jahre für den digitalen Journalismus.

Die große Personalisierungswelle über zahlreiche Distributoren verändert grundlegend, wie wir die Welt sehen - welche Nachrichten uns angezeigt werden, welche Meinungsbilder wir mitbekommen und wie sich unsere Weltsicht prägt. Dafür stellt IPPEN.MEDIA jetzt die Weichen.

Benjamin Marx, Geschäftsführer von IPPEN.MEDIA

Die Auswirkungen auf Verlage und deren technologisches Setup sowie ihre Newsroom-Strukturen können groß sein.

Wir haben das Glück, dass wir unsere Strukturen häufig nachjustieren und an den Markt anpassen, deswegen sehen wir uns auch für die derzeitigen Veränderungen gut aufgestellt.

Jan Ippen, Geschäftsführer von IPPEN.MEDIA

Das Projekt unter der direkten Leitung von Thomas Kemmerer, der erst im vergangenen Jahr zu IPPEN.MEDIA gestoßen ist, ist eines der größten, wenn nicht das größte interne Projekt der 14-jährigen Firmen-Geschichte von Ippen Digital.

Speziell geht es darum, die verschiedenen Traffic-Distributoren genau zu untersuchen und die redaktionellen Abläufe genau wie die verwendeten Technologien so anzupassen, dass alle Kanäle individuell unterschiedlich mit dem jeweils passenden Content beliefert werden können.

Das strukturierte Screenen, Bewerten und Erschließen von neuen Traffic-Quellen ist wichtiger Bestandteil unserer Mission, nachhaltige redaktionelle Geschäftsmodelle aufzubauen und damit einem größtmöglichen Publikum Zugang zu unabhängigen Journalismus zu ermöglichen.

Thomas Kemmerer, Chefredakteur der Zentralredaktion West von IPPEN.MEDIA

Verbunden damit ist ein vorübergehend großer Einschnitt in den vorhandenen Traffic, der durch technische und redaktionelle Umstellungen stark sinkt.

In den nächsten Monaten wird sich für viele Online-Angebote ändern, auf welchem Weg sie Traffic erzielen und wie sie ihr Publikum erreichen.

Dadurch, dass immer mehr Distributoren eine Personalisierung einsetzen, ändert sich das Leseverhalten der Nutzer, wenn sie auf der Seite ankommen. Und das wiederum verändert die Finanzierungsstrukturen für Digitaljournalismus.

Benjamin Marx, Geschäftsführer von IPPEN.MEDIA

Es ist für Regionalverlage nicht immer ganz leicht, diese Veränderungen selbst nachzuvollziehen.

Wer nur oberflächlich in seine Daten schaut, sieht, dass er Traffic von Google bekommt, der in Summe vielleicht gleich bleibt. Dass sich da unter der Haube zwischen den Produkten fundamentale Spielregeln geändert haben, die sich dann erst später auswirken können, erfordert ein gewisses Know-How in der Analyse.

Jan Ippen, Geschäftsführer IPPEN.MEDIA

In Ergänzung auf die Eingabe von Suchbegriffen hat zum Beispiel Google eine Reihe von Produkten geschaffen, die potentiell interessante Texte empfehlen.

Objektive Zahlen sind schwer zu bekommen, aber einer neueren Studie zufolge ist der Anteil von Such-Traffic an Website-Traffic bereits um acht Prozent zurückgegangen.

Andere ziehen nach: In die App-Stores kommen neue personalisierte Nachrichten-Apps nach und andere große Nachrichten-Distributoren stellen auf Personalisierung um.

Bisher galt für Digitaljournalismus, dass abseits des Direktverkaufs von Nachrichten immer dann die Finanzierung gut funktioniert hat, wenn Nutzer die Artikel bis zum Ende lesen. Über klassische Suchmaschinenoptimierung waren leicht Lesequoten von 60% und mehr erreichbar.

Bei Traffic über Social Media liegen Lesequoten hingegen oft bei 20% bis 25%, was grob gesagt bedeutet, dass man etwa doppelt so viele Nutzer über Social Media benötigt, um dieselben Kosten für die Redaktionsleistungen einzuspielen.

Bei Personalisierungsalgorithmen hängt die Quote sehr stark daran, wie Nutzer initial für die Kuratierungsportale und Traffic-Distributoren akquiriert werden, und welche konkreten Algorithmen sie einsetzen, um Nutzer dann auf Angebote weiterzuleiten.

IPPEN.MEDIA reagiert auf diese Veränderungen mit vielen Maßnahmen. Darunter fallen Anpassungen in der Arbeitsweise der Newsrooms, aber auch neue technologische Produkte.

Auf den ersten Portalen ist zum Beispiel eine neue Technologie live gegangen, die hoch-performante und entschlackte Artikel-Detailseiten ausspielt, die in ihrer Performance unter anderem sogar die AMP-Implementierung schlägt.

Weiterhin werden durch eigene Personalisierungsansätze, die spezifisch auch das Bilden von Filterblasen verhindern sollen, bestehende Nutzer enger an die Angebote gebunden.

Der diesbzügliche Personal News Assistant ist erst kürzlich von der International News Association (INMA) mit einem Preis bei den Global Media Awards ausgezeichnet worden.

Es bedeutet aber auch, dass sich IPPEN.MEDIA ein Stück weit von Kanälen verabschiedet, in denen mehr Potenzial für Abhängigkeit als Unabhängigkeit gesehen wird. An der grundsätzlichen Mission, eine Zukunft für digitalen Journalismus zu bieten, ändert sich nichts.

Wir sind Spezialisten für einen profitablen Online-Journalismus, das haben wir die vergangenen Jahre in zahlreichen Projekten immer wieder neu unter Beweis gestellt. Mit den Änderungen sehen wir große Chancen, die Finanzierung journalistischer Geschäftsmodelle noch weiter zu verbessern.

Jan Ippen, Geschäftsführer von IPPEN.MEDIA