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Marvin Ziegele ist Online Redakteur bei der IPPEN.MEDIA Zentralredaktion Mitte

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IPPEN.MEDIA: Von Frankfurt am Main nach Jerusalem

Marvin ist Online-Redakteur der IPPEN.MEDIA Zentralredaktion Mitte in Frankfurt am Main. Gerade hält er sich für ein mehrmonatiges Stipendium in Israel auf, wo er sich mit der Lage im Nahen Osten vertraut macht und persönliche Einblicke in das Land gewinnt. Wir haben kurz mit ihm gesprochen.

Hallo Marvin, möchtest du dich kurz vorstellen, wer du bist und was du beruflich bei IPPEN.MEDIA machst?

Ich arbeite derzeit als Redakteur in der Online-Redaktion der Zentralredaktion Mitte. Das bedeutet, ich schreibe Artikel für die Frankfurter Rundschau, die Frankfurter Neue Presse und die Offenbach-Post.

Vorher absolvierte ich eben dort ein zweijähriges Volontariat mit dem Schwerpunkt auf überregionaler Berichterstattung. Auf eigenen Wunsch hin schrieb ich viel über den Krisenherd Naher Osten.

Derzeit arbeitest du in Israel. Warum bist du da und wo erwischen wir dich gerade?

Ich habe die Ehre, als Stipendiat der International Journalists’ Programmes (IJP) nach Israel reisen zu dürfen. Die IJP sind eine gemeinnützige und wirtschaftlich wie politisch unabhängige Organisation zur Förderung junger Journalist:innen.

Das Stipendium dient dem Zweck, junge Journalist:innen mit der Lage im Nahen Osten vertraut zu machen. Ziel ist es auch, dass die Nachwuchskräfte persönliche Einblicke in das Land Israel, seiner Kultur und Geschichte gewinnen.

Ich absolviere mein Stipendium bei der Jerusalem Post und bin sehr gespannt, welche Erfahrungen mir die Zeitung in Israel und dem Nahen Osten bieten wird.

Zurzeit lebe ich in Tel Aviv, das sich als moderne, voller Leben steckende Stadt entpuppt und mich kaum aus dem Staunen herauskommen lässt. Im Dezember werde ich nach Jerusalem ziehen.

Du bist also im Rahmen eines Stipendiums in Israel. Wie kam es dazu?

Ein ehemaliger Kollege bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung machte mich auf die Möglichkeit aufmerksam, journalistische Auslandsstipendien zu absolvieren.

Da mich der Nahe Osten, seine Geschichte sowie die zahlreichen Konflikte vor Ort faszinierten, entdeckte ich, dass es ein journalistisches Stipendium für Israel gibt. Ich wollte mehr über die Region herausfinden.

Der israelisch-arabische Konflikt provoziert weltweit gleichsam große Leidenschaften und irrationale Ausbrüche. Um diesen historischen Konflikt zu verstehen, will ich durch meinen Aufenthalt zu einer Einschätzung vor Ort gelangen.

Was sind die Ursachen der Konflikte, insbesondere die des fortwährenden Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern? Welche Rolle spielt Deutschland dabei? Wieso scheint eine Lösung des Konflikts nur in weiter Ferne zu liegen?

Wie gefällt dir das Land?

Ich bin begeistert! Nicht nur, dass in Israel rund 3000 Jahre Geschichte monotheistischer Weltreligionen und historische Kostbarkeiten versteckt liegen.

Auch die Einwohner:innen Israels lernte ich als freundliche, sehr direkte Menschen kennen, was ich schätze. Wie sagt man so schön: Sie nehmen kein Blatt vor den Mund.

Hebräisch ist allerdings eine kleine Sprachbarriere für mich. Viele Israelis sprechen mich auf Hebräisch an, nur um ein verdutztes „anglit?“ (hebr.: englisch) von mir zurückzubekommen.

Ein mir völlig unbekanntes Alphabet lernt man nicht an einem Tag. Aber da meine Kolleg:innen bei der Jerusalem Post perfektes Englisch sprechen, spielt Hebräisch in meinem Arbeitsleben hier in Israel keine Rolle.

Welche Erwartungen hast du an deinen Aufenthalt?

Zuallererst möchte ich aus erster Hand lernen, welche einmalige Rolle Israel im Weltgeschehen einnimmt, sowohl politisch als auch kulturell. Zudem erwarte ich, eine andere journalistische Arbeitsweise kennen zu lernen.

Und zu guter Letzt: Gute journalistische Geschichten leben von der Nähe zum Thema.

Wie bereits angedeutet, möchte ich die zahlreichen Facetten des Nahostkonflikts durch meine Sicht aus erster Hand beschreiben, einschätzen und verstehen lernen.

Wie lange wirst du noch da sein?

Mein Stipendium geht bis Ende Dezember 2021.

Wir sind gespannt auf deinen Bericht im Anschluss an deine Zeit in Israel!

In dieser Reihe erzählen junge Mitarbeiter:innen von ihrem Berufsalltag bei IPPEN.MEDIA. Erfahre auch, wie die Redaktions-Volontär:innen Laura und Felix Ihren Einstieg während der Pandemie erlebt haben.

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