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Die KI-Prinzipien von Ippen Digital 

Eine GPU (Graphics Processing Unit) ist eine unverzichtbare Komponente für alle KI-Anwendungen.
Abstrakte mikroskopische Aufnahme einer GPU. © Fritzchens Fritz / Better Images of AI / GPU shot etched 5 / CC-BY 4.0

Der Einsatz von Generativen KI bei Ippen Digital folgt fünf klaren Richtlinien. Ein Einblick in ihre Anwendung und Bedeutung.

Chatbots wie ChatGPT oder Bard, sowie Bildgeneratoren wie Midjourney, haben in den vergangenen Monaten eine beispiellose Mischung aus Neugier, Begeisterung und Bedenken ausgelöst. Noch nie wurde so breit, so häufig und so intensiv über Künstliche Intelligenz (KI) gesprochen. Noch nie haben so viele Menschen zum ersten Mal KI-Tools in ihrem Alltag ausprobiert. Doch wie sollen Journalisten und Medienhäuser damit umgehen?

Fest steht: Die Entwicklung von KI-Anwendungen im Journalismus findet nie im luftleeren Raum statt. Im Gegenteil: Sie kann nur innerhalb eng gesteckter und klarer Leitplanken erfolgen.

Unsere Leitplanken bei Ippen Digital sind fünf Richtlinien, die wir intern diskutiert und festgelegt haben. Diese Prinzipien geben die Richtung bei der Entwicklung aller Tools vor, die bei uns im Bereich der sogenannten „Generativen KI“ eingesetzt werden. Sie sind ein lebendiges Dokument, das regelmäßig überprüft und erweitert wird. Die fünf Prinzipien lauten:

Unsere fünf KI-Prinzipien

Werte und Ziel: Unsere KI-Innovationen zahlen auf unsere Werte, Normen und Ziele ein und unterstützen unsere Vision. Anwendungen unterliegen den redaktionellen Leitlinien und der unternehmerischen Rahmenbedingungen.

KI als Fortschritt: Wir begrüßen den Fortschritt in der KI-Entwicklung und wollen die Möglichkeiten, die generative KI bieten, für unsere Arbeit nutzen. Wir verstehen KI als Unterstützung für unsere Arbeit und Verbesserung des Produkterlebnisses unserer Nutzer. 

Verantwortung: Unternehmen, Redaktion und Mitarbeiter tragen die Verantwortung für die Folgen von KI-Anwendungen.

Transparenz: Der Einsatz von KI wird gegenüber Nutzern, Kunden und Mitarbeitern transparent gemacht. Wir unterstützen die Prinzipien der „Erklärbaren KI” (Explainable AI oder XAI), die es Menschen ermöglichen, KI-Output besser zu verstehen und zu vertrauen.

Human-in-the-Loop: KI-generierte Inhalte werden von Redakteuren verifiziert und beauftragt. Wir schulen unsere Redakteure regelmäßig zu KI-Themen, um das Bewusstsein für Chancen und Einschränkungen von KI-Systemen zu schärfen.

Was Transparenz und Human-in-the-loop konkret bedeuten

Zwei Prinzipien sind uns dabei besonders wichtig: 

Transparenz gegenüber Lesern bedeutet, dass wir Texte, bei deren Entstehung KI maßgeblich beteiligt war, mit einem entsprechenden Transparenzhinweis kennzeichnen. Wird KI wie andere Technologien lediglich zur allgemeinen Arbeitsunterstützung eingesetzt, kennzeichnen wir das nicht. Das gilt auch für Bilder, die wir mit KI-Bildgeneratoren erstellen. Auch hier gelten übrigens klare interne Leitlinien: So erzeugen wir mit KI-Bildgeneratoren keine fotorealistischen Bilder, sondern nur Illustrationen.

Human-in-the-loop: Bei der Entwicklung und Anwendung von KI-Tools werden Menschen in allen Phasen beteiligt. Das gilt vor allem, aber nicht nur, für die Endabnahme eines Textes, der mit KI-Unterstützung erstellt oder bearbeitet wurde: Diese Texte gehen nie ungeprüft online. Das hat aber noch eine weitere Bedeutung: Wir sorgen zum Beispiel dafür, dass unsere Redakteure geschult werden, um die Möglichkeiten und Grenzen von KI-Tools besser zu verstehen. Und nicht nur das: Alle Anwendungen im Bereich der generativen KI werden im engen Austausch mit den Redakteuren entwickelt, getestet und optimiert. Der Mensch ist und bleibt entscheidend.